Zugang zur Datenbank AgrarKulturerbe
 |
| Ausgangspunkt der Recherche: | |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Sonderbereiche |
|
|
|
Initiative AgrarKulturerbe
Seit dem Jahr 2000 beschäftigt sich die Gesellschaft für Agrargeschichte e. V. (GfA) verstärkt mit dem Thema Agrarkultur.

Auf Anregung des Vorsitzenden der GfA, Dr. Dietrich Rieger, und des Direktors des Deutschen Landwirtschaftsmuseums in Hohenheim, Dr. Klaus Herrmann, hielt Prof. Dr. Helmut Ottenjann im Juni 2000 vor der Mitgliederversammlung der GfA einen Vortrag mit dem Titel „Erfassen, Erschließen und Erhalten der Agrarkulturen in deutschen Landen“ (abgedruckt in der Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie, Heft 1/2001, S. 1-12).Darin forderte Ottenjann dazu auf, energisch Maßnahmen zu ergreifen, um das teilweise schon verfallende AgrarKulturerbe Deutschlands zu sichern und zu erhalten.
So entstand die „Initiative AgrarKulturerbe“ als Projekt der GfA. Rieger, bis Ende 2003 Hauptgeschäftsführer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), sieht vier Aufgaben des Projektes:
- einen Überblick über das Vorhandene zu schaffen,
- die Kommunikation zwischen den Beteiligten zu erleichtern,
- auf besondere Probleme fachkundig hinzuweisen,
- die Öffentlichkeit über das ungemein vielfältige
AgrarKulturerbe zu informieren.
Gemeinsame Basis dafür ist die „Datenbank AgrarKulturerbe“, die alle Organisationen oder Personen in Deutschland umfassen soll, die sich mit dem AgrarKulturerbe befassen. Dies können Museen, Museumsdörfer, Archive, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Heimat- und Geschichtsvereine, Landschaftspflegeverbände, Verwalter historischer Stätten, ländlicher Siedlungen und Kulturlandschaften, Denkmalschützer oder private Sammler sein.
Gefördert wird die Initiative durch eine Reihe von großzügigen Spendern. Der Aufbau der Datenbank erfolgt durch Dr. Andreas Dornheim, der das Institut für Kultur-, Unternehmens- und Sozialgeschichte (ifkus) in Bamberg leitet. ifkus wird bei seiner Arbeit durch mehrere ehrenamtliche Spezialisten, sogenannte Regional- und Sachgebietsbeauftragte unterstützt.
Die Datenbank, in der die wichtigsten „Bewahrer“ des AgrarKulturerbes erfasst werden, ist zur Zeit im Aufbau begriffen. Bislang wurden 7979 Organisationen erfasst und bearbeitet.
Der Aufbau der Datenbank ist nur ein erster Schritt. Seit Herbst 2004 ist ein Wissenschaftlicher Rat tätig, der aus namhaften Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen sowie sonstigen Fachleuten (zum Beispiel aus der Museumspraxis) besteht. Der Wissenschaftliche Rat soll als Kompetenzgremium „Feuerwehr und Gewissen“ darstellen. Konkret heißt das, dass er die Öffentlichkeit und die Fachwelt für die Probleme der Erhaltung des AgrarKulturerbes sensibilisiert, Vorschläge für Forschungsschwerpunkte und Forschungskonzepte oder besonders wichtige Arbeiten entwickelt und auf besonders kritische Beispiele des Verfalls von Zeugnissen des AgrarKulturerbes hinweist. Auch an eine jährliche Preisverleihung für besonderes Engagement zur Erhaltung des AgrarKulturerbes wird gedacht.
Die Initiative AgrarKulturerbe verwendet einen weiten Agrarkultur-Begriff, der insgesamt 30 Sachgebiete umfasst. Interessenten wenden sich bitte an eine unserer Kontaktadressen.
Als Schirmherren der Initiative konnten Gerd Sonnleitner (Präsident des Deutschen Bauernverbandes), Manfred Nüssel (Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes) und Philip Freiherr von dem Bussche (im Jahr 2004 Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft) gewonnen werden.
[ Spender | Spendenkonten | Regional- und Sachgebietsbeauftragte | Wissenschaftlicher Rat | Gesellschaft für Agrargeschichte e. V. | Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie | Institut für Kultur-, Unternehmens- und Sozialgeschichte (ifkus) ]
Benutzerstatistik: 44567
gestartet am 27.11.2004
|